Wo siedelt sich der FC Dreisessel an?

 03.05.2019 | Stand 02.05.2019, 17:26 Uhr // Passauer Neue Presse // Lokalteil Waldkirchen
Sie tragen die Verantwortung beim FCD: Manuel Reischl (v.l.), Martin Wagner, Alexander Mößthaler, Max Wagner, Laura Peter, Alois Karl, Josef Raab, Carina Stadler, Karl Heinz Irotscheck, Franz Schmid, Heinz Strobl, Michael Nowak und Mario Wimmer. −Foto: Hartl

 

Neureichenau/Lackenhäuser. Der FC Dreisessel will unabhängig von den Stammvereinen SV Neureichenau und DJK-SSC Lackenhäuser werden. Das gab Vorsitzender Heinz Strobl bei der Jahreshauptversammlung bekannt. In Kürze würden die Heimatvereine informiert, wo der FC sich ansiedeln wird. Die Entscheidung treffe die Vorstandschaft − und bis 2020 soll die Trennung vollzogen sein, genau zehn Jahre nach der Gründung. Das bedeutet laut Vorstand, dass der Club umstrukturiert und neue Sponsoren sowie Einnahmenquellen gesucht werden müssten.

Gründungsvorstand Sepp Strobl meinte in seinem Grußwort, dass der nachvollziehbare Schritt gut vorbereitet werden müsse. Zwei Hauptplätze und zwei Nebenplätze seien dann jedoch zu viel.

DJK-SSC-Vorsitzender Peter Scheibenzuber bedauerte, dass noch keine konkrete Entscheidung gefallen sei, was die Heimat des FC Dreisessel anbelange. Die Selbstständigkeit müsse gut überlegt sein – und man dürfe die Aufbauarbeit des SSC nicht vergessen, der in den vergangenen Jahren viel für den FC geleistet habe.
SV-Kollege Hannes Wagner betonte, dass der FC gut funktioniert und hofft, dass er sich in Neureichenau ansiedelt.
Für die geleistete Arbeit der beiden Vereine bedankte sich Heinz Strobl ganz besonders: „Man spürt, dass man gerne gesehen ist und die Entscheidung, wo man hingeht, ist sicherlich nicht leicht für die Verantwortlichen des FC.“

Schriftführerin Laura Peter berichtete von einer steigenden Mitgliederzahl: Anfang 2018 waren es noch 336, 2019 gehören 349 Mitglieder dem FC an – 117 Kinder und Jugendliche sowie 232 Erwachsene.
Die neue Kassierin Corina Stadler berichtete, dass ein kleiner Überschuss erwirtschaftet worden sei. Die größten Einnahmen sind ihren Angaben zufolge aber immer noch die Einlagen der beiden Stammvereine.

Kassenprüfer Bernhard Pöschl und Roselies Schopper fanden keine Unstimmigkeiten, die Entlastung erfolgte einstimmig.

Mario Wimmer ist voller Stolz auf seine Fußball-Seniorenabteilung, namentlich nannte er den Trainerstab um Christian Sitter und die medizinische Abteilung um Peter Helfersteller. Sein besonderer Dank galt den beiden Platzwarten und den Fans. Die Mitarbeit im Verein und der Zusammenhalt stimme

Die sechs Nachwuchsmannschaften liefern laut Jugendleiter Manuel Reischl sehr gute Ergebnisse. Reischl dankte allen Trainern, Betreuern und den Eltern für die Unterstützung − als nächstes Ereignis steigt der EP-Ascher-Cup in Lackenhäuser. Vorstand Strobl zeigte sich stolz darüber, dass alle Jugendmannschaften eigenständig sind und keine SG gebildet werden müsse.
Bei den Alten Herren funktioniert laut Matthias Strobl der Zusammenschluss mit Breitenberg und Sonnen hervorragend, fast immer sein 20 bis 25 Spieler im Training.

Von der Sparte Radfahren und Schneeschuhwandern berichtete Franz Schmid: Rund zehn Teilnehmer würden an den Wintertouren teilnehmen, für die Radler gebe es auch schon feste Termine.

Als positiv bezeichnete 2. Bürgermeister Wilhelm Sitter in seinem Grußwort die Entwicklung des FCD, für den die Gemeinde immer ein offenes Ohr habe. Jürgen Affeld, Ehrenvorstand des SV Neureichenau, freute sich über die Harmonie im Verein. Dass so viel Jugendliche anwesend sind, zeigt dessen Stärke. − ha